01 | Seminar

Partizipative Führung in sozialen Einrichtungen

Inhouse-Seminar für Teamleitungen mit realen Praxisfällen und Handwerkszeug für klare Verantwortungsdelegation

Teamleitung im Wohlfahrtsverband sieht oft nach ständigem Problemlösen aus: der kurzfristige Personalausfall, die eskalierende Team-Diskussion. Und immer wieder Entscheidungen, die niemand treffen will.

Sie reagieren. Sie entscheiden. Sie regeln. Es muss ja weitergehen! Genau dieses Reagieren erzeugt eine Dynamik: je mehr Sie regeln, desto mehr wird erwartet, dass Sie alles regeln.

Es geht auch anders: Mitarbeitende beteiligen, Verantwortung teilen und Entscheidungen dort, wo sie hingehören.

Warum dieses Seminar: Das Konzept der partizipativen Führung wird ausgerichtet am Leitbild Ihres Verbands und vertieft durch Inhalte aus der NeuroLeadership-Forschung.

Team-Entwicklung

Das Seminar auf einen Blick

  • Seminar: Partizipative Führung in sozialen Einrichtungen
  • Für wen: Teamleitungen in sozialen Einrichtungen
  • Format: Inhouse, 1 Tag (9–17 Uhr), bis zu 18 Teilnehmende
  • Region: Deutschland
  • Preis: pauschal 1.666,00 € für bis zu 18 Teilnehmende (inkl. 19 % USt.), zzgl. Fahrtkosten
  • Ergebnis: Entscheidungsmatrix für Ihre eigenen Fälle, Leitungsvereinbarung für Ihr Team, 4-Wochen-Aktionsplan
  • Grundlagen: 3-Ebenen-Modell, SCARF-Modell (D. Rock, 2008), NeuroLeadership-Forschung)

Meine Kunden

Dt. Caritasverband e. V.

Diakonie Deutschland e. V.

Arbeiterwohlfahrt e. V.

Grund-, Ober- und berufsbildende Schulen

02 | Ausgangslage

Das Dilemma zwischen Leitungsverantwortung und Partizipation

Teamleitungen stehen zwischen unterschiedlichen Erwartungen: Fachkräfte wollen ihre Erfahrungen und Kompetenzen einbringen, Mitverantwortung übernehmen und Entscheidungen mitgestalten. Andererseits wissen sie, dass sie als Teamleitung die letzte Verantwortung tragen.

Daraus können sich Spannungen entwickeln:

  • Team-Diskussionen, die sich im Kreis drehen,
  • zu wenig Zeit für die eigentliche Dienstbesprechung,
  • das Gefühl, den Überblick zu verlieren, weil zu vieles bei Ihnen landet.

Was entscheide ich selbst? Was kann das Team selbst bzw. mitentscheiden? Wie vereinbaren wir uns, wenn unterschiedliche Interessen aufeinander treffen? Wann braucht es die klare Anweisung?

Wer immer wieder und zu schnell Verantwortung selbst übernimmt, wird immer mehr zur zentralen Anlaufstelle für Entscheidungen und Probleme. Wer Beteiligung ermöglicht, ohne einen klaren Rahmen zu setzen, schafft dagegen neue Unklarheit. 

3 Dimensionen der partizipativen Führung

03 | Perspektivwechsel

Partizipativ leiten heißt nicht, die eigene Leitungsposition zu schwächen

"Partizipative Führung scheitert nicht an zu wenig Mitbestimmung, sondern an zu wenig Führung."
Dr. Bernd R. Olma
Experte für Potenzial-aktivierende Führung

Dr. Bernd R. Olma hat fast 30 Jahre u. a. Teams geleitet, die durch keinen Arbeitsvertrag und keine Lohnzahlung gebunden waren: Teams aus Ehrenamtlichen. Partizipation war dort keine Methode, sondern eine Voraussetzung für eine gelingende Zusammenarbeit. Zudem brauchte es eine große Zielklarheit bei der Teamleitung. 

Partizipation braucht Rahmen und Richtung

Viele Teamleitungen verstehen Verantwortung zunächst als etwas, das sie zu tragen haben:

  • Ich halte den Überblick,
  • ich entscheide im Zweifel,
  • ich fange ab, was schiefzugehen droht.

Problematisch wird es dort, wo Verantwortung nicht nur getragen, sondern gebunden wird – wo Entscheidungen immer wieder bei derselben Person zusammenlaufen, nicht weil das Team es nicht könnte, sondern weil es sich daran gewöhnt hat.

Das Team stärker in die Mitverantwortung zu nehmen bedeutet nicht, jede Entscheidung gemeinsam zu treffen und die eigene Verantwortung als Teamleitung aus der Hand zu geben. Vielmehr geht es darum, Entscheidungen, die im Team oder von den Fachkräften selbst getroffen werden können, auch dort zu belassen. 

Dabei ist das Leitbild eine wichtige Orientierung, wenn es um die richtige Balance geht. Hier finden sich bereits grundlegende Aussagen, wie sich die Organisation selbst sieht, welche Werte sie leiten und was das für die Personalführung bedeutet.

Das Konzept der partizipativen Leitung vernetzt die Leitbild-Orientierung mit der Teamleitung. Dieses Zusammenwirken von Leitbild und partizipativer Leitung hat das Ziel, die Fachkräfte im Verband zu einem motivierten Team zu formen. Das zu ermöglichen ist Aufgabe der Teamleitung. 

So ermöglichen das Leitbild und die Werte des Verbands mit partizipativer Teamleitung eine zukunftsfähige Führungskultur.

04 | Leitung-Team-Fachkräfte

Partizipation beginnt mit klaren Entscheidungsräumen

Partizipation verhindert nicht Verantwortung, sondern ordnet sie bewusster zu.

Entscheidend ist deshalb die Frage: Was kann auf welcher Ebene entschieden werden und wer entscheidet was?

Nicht jede Entscheidung muss von der Teamleitung getroffen werden. Nicht jede Entscheidung ist eine Team-Entscheidung. Eine erfahrene Fachkraft kann für ihren Bereich eigenständig entscheiden. 

Klarheit entsteht, wenn Entscheidungsräume bewusst gestaltet werden.

Entscheidungsräume der partizipativen Führung

So wird die Teamleitung in ihrer Zuständigkeit klarer, verbindlicher und zugleich entlastet.

Fachkräfte erhalten den Raum, den sie eigenständig gestalten können. Das Team übernimmt dort Mitverantwortung, wo gemeinsame Entscheidungen sinnvoll sind. Die Zuständigkeit der Teamleitung liegt bei der Gesamtverantwortung sowie bei der Unterstützung des Teams.

Partizipative Leitung bedeutet: Verantwortung teilen, ohne die Leitungsverantwortung abzugeben. 

05 | Partizipation vs. Pseudo-Partizipation

Beteiligung ist mehr, als das Team nach seiner Meinung zu fragen

Partizipation entsteht nicht schon dadurch, dass die Fachkräfte nach ihrer Meinung gefragt werden.

Echte Beteiligung bedeutet: Perspektiven im Team werden aufmerksam gehört, sie können Entscheidungen beeinflussen und die daraus entstehenden Ergebnisse werden gemeinsam getragen.

Wo Entscheidungen längst feststehen, wenn das Team befragt wird, bedeutet das lediglich eine Inszenierung von Beteiligung. Das sorgt für Frust und De-Motivation.

Pseudo-Partizipation: 

  • Meinung im Team wird pro forma abgefragt. 
  • Entscheidungen sind durch die Teamleitung grundsätzlich schon getroffen. 
  • Einfluss von Team-Perspektiven ist unklar. 
  • Verantwortung bleibt ausschließlich bei der Teamleitung. 

Echte Partizipation: 

  • Team-Perspektiven werden aktiv einbezogen. 
  • Entscheidungsräume sind transparent. 
  • Beiträge des Teams können Entscheidungen beeinflussen.
  • Verantwortung wird entsprechend der Entscheidung zugeordnet.

Beteiligung wird glaubwürdig, wenn sie Einfluss ermöglicht. 

06 | Partizipation ist eine Haltung

Partizipative Führung beginnt mit der eigenen Haltung

Partizipative Teamleitung ist keine bloße Methode. Sie stellt die Frage, wie die Teamleitung Verantwortung versteht. Und sie braucht eine angemessene Antwort, wie die Leitung mit dem Fachkräfteteam zusammenarbeiten will.

Eine partizipative Haltung bedeutet: Vertrauen, Klarheit und Offenheit für die unterschiedlichen Perspektiven im Team sowie die Bereitschaft, abweichende Meinungen zunächst als Bereicherung zu sehen.

Maßgeblich ist der gemeinsame Orientierungsrahmen: das Leitbild und die Werte des Verbands bzw. der Einrichtung.

Leitbild und Werte geben Orientierung und klären:

Leitbild und Werte

Was ist uns wichtig?

Welche Werte sollen das Leitungshandeln bestimmen?

Orientierung

Wofür tragen wir Verantwortung?

Was sind Ziele und Auftrag?

Führungskultur

Was bedeutet Beteiligung bei uns?

Was sollen Fachkräfte und Teams mitgestalten? 

Entscheidung und Verantwortung

Wie treffen wir Entscheidungen?

Was wird gemeinsam und was von der Leitung entschieden?

Ein Leitbild wirkt nicht dadurch, dass es auf dem Papier steht. Es entfaltet dort seine Wirkung, wo Teamleitung, Entscheidung und Zusammenarbeit im Sinne des Leitbilds ein stimmiges Konzept bilden.

Partizipative Führung braucht einen Rahmen, der zu Ihrer Organisation passt. Das Inhouse-Seminar unterstützt Teamleitungen dabei, Ihre Leitungsaufgabe, Mitverantwortung im Team und Leitbild miteinander zu verbinden.

07 | Partizipative Führung – die Seminarinhalte

Die Seminarinhalte: Vernetzung von Theorie und Praxis

Beteiligende Teamleitung wird dort zur Herausforderung, wo es im Alltag Spannungen oder Zeitdruck gibt:

  • Wenn Entscheidungen immer wieder bei der Leitung landen.
  • Wenn Verantwortlichkeiten unklar sind.
  • Wenn unterschiedliche Erwartungen aufeinander treffen.
  • Oder wenn die Beteiligung des Teams gewünscht ist, aber niemand genau weiß, wann, an welcher Stelle und in welcher Weise.

Deshalb arbeiten wir im Seminar mit konkreten Situationen, die in Ihrem Alltag für „Sand im Getriebe“ sorgen.

01 – Klären 

Was ist die konkrete Situation?

02 – Einordnen 

Wer soll hier entscheiden oder beteiligt werden?

03 – Gestalten

Wie können Verantwortung und Beteiligung transparent und angemessen zugeordnet werden?

Seminarinhalte

01 | Verantwortung verstehen 

  • die eigene Überlastungssituation als strukturelles Leitungsphänomen erkennen 
  • Verantwortung tragen vs. Verantwortung binden
  • Entscheidungsräume klären: Was entscheide ich? Was entscheidet das Team? Was kann die einzelne Fachkraft entscheiden? 

02 | Beteiligung ermöglichen

  • Status, Sicherheit, Zugehörigkeit: 3 Dimensionen des SCARF-Modells (nach D. Rock) inkl. weiterer NeuroLeadership-Erkenntnisse für die Teamleitung
  • Rahmenbedingungen für kontinuierliches Engagement
  • Die Transparenz-Formel für gemeinsame Entscheidungen

03 | Das 3-Ebenen-Modell  

  • Ebene 1: Was die Fachkraft eigenständig entscheiden kann
  • Ebene 2: Was im Team zu entscheiden ist
  • Ebene 3: Was die Leitung entscheidet 
  • Übertragung auf reale Entscheidungssituationen aus Ihrem Alltag

04 | Pseudo-Partizipation vermeiden

  • Kennenlernen der 3 häufigsten Stolpersteine
  • Grenzen der Beteiligung
  • Entwurf einer konkreten Leitungsvereinbarung

08 | Der Nutzen für Sie

Was sich in Ihrer Teamleitung verändern wird

Das Seminar verschafft Ihnen Klarheit darüber, wie partizipative Teamleitung in Ihrer Organisation bzw. in Ihrer Einrichtung sinnvoll umgesetzt werden kann.

Dabei geht es nicht um die Vermittlung eines theoretischen „Best-Practice“-Konzepts. Es geht darum, die eigene Rolle zu klären, Verantwortung bewusst zu übertragen und Beteiligung zielorientiert zu ermöglichen.

Sie verlassen den Seminartag …

  • mit einer Entscheidungsmatrix für Ihre eigenen Fälle,
  • einer Leitungsvereinbarung und
  • einem 4-Wochen-Aktionsplan.

4 Nutzendimensionen

Klarheit 

Sie nutzen die Entscheidungsspielräume, um gezielt Verantwortung zu teilen. 

Verantwortung 

Mit dem Wissen um die richtigen Rahmenbedingungen wird Verantwortung zu einer gemeinsamen Aufgabe. 

Beteiligung  

Mit dem 3-Ebenen-Modell bringen sich Fachkräfte und Teams dort ein, wo ihre Fachkompetenz für bestmögliche Ergebnisse sorgt. 

Orientierung 

Das Leitbild des Verbands wird zur praktischen Orientierung und zur Vermeidung von Pseudo-Partizipation.

"Partizipation in der Teamleitung bedeutet im Vergleich zu traditionellen Leitungsstilen keinen höheren Leitungsaufwand, weil durch die zielorientierte Übertragung von Mitverantwortung und den Einbezug von Teamperspektiven Reibungsverluste minimiert und die Ergebnisse besser werden."
Dr. Bernd R. Olma
Experte für Potenzial-aktivierende Führung

09 | Inhouse-Seminar anfragen

Partizipative Teamleitung: Ihre Chance für einen qualitativen Unterschied

Sie sind sich noch nicht sicher, ob das Seminar zu Ihnen, zu Ihrem Team oder Ihrer aktuellen Situation passt?

Beschreiben Sie mir kurz, was Sie beschäftigt. Gemeinsam klären wir, ob das Seminar in der vorgesehenen Form für Sie sinnvoll ist oder ob nicht eine Anpassung von Inhalten, Dauer und Format hilfreicher wäre. Schließlich geht es darum, wie in Ihrer Situation eine stärkere Beteiligung und Mitverantwortung im Team gelingen kann.

Lassen Sie uns Ihre Fragen jetzt besprechen!

Das Seminar: 1 Tag – inhouse – Teamleitungen – individuell anpassbar – Kernthema: Verantwortung teilen / Entlastung gewinnen

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